06 Juni 2008

Modelle sind so schön.

Gestern wurde die inzwischen 17-jährige Jennifer Hof (sie befindet sich laut Heidi Klum noch im Wachstum) Germany's Next Topmodel.

© Oliver S – Pro 7

Ich freue mich für sie, ich war ja eine Mitverfolgerin des Castings und zwar auf höchstem Aktivationsniveau. Die grosse schöne Jennifer war mitunter eine meiner Favoritinnen. Zum Beispiel weil sie beim Finale, nachdem Christina als drittletzte Anwärterin für den Topmodel-Traum ausgeschieden ist, vor Anteilnahme und nicht wie Janina vor Freude, dass sie eine Runde weiter ist, geweint hat. Aber das ist nur eine Nebensächlichkeit und tut nichts weiter zu Sache.

Die Sache ist nämlich die: Ich mag Modelle!

Modelle sind einfach schön. Sie sind einfach UND schön. Sie sind einfach zu lesen und schön anzusehen, geben ein wunderbares Gefäss für Ideeninhalt ab und bedrängen mich nicht mit schnöden Details.

«Ein Modell ist allgemein eine auf bestimmte Zwecke ausgerichtete vereinfachende Beschreibung der Wirklichkeit», belehrt mich Wikipedia und liefert einen modellhaften Überblick von Herbert Stachowiaks Modelltheorie von 1973 gleich nach: Modelle sind stets verkürzte Abbilder von etwas (Original), für jemanden (Subjekt), der sie interpretiert und für den sie eine Zeitlang ihre Funktion erfüllen und somit einem Zweck dienen. Und ich staune, wie einfach alles sein kann, wenn man nur die richtigen Worte findet, alles zu beschreiben!

Ich überlege mir nun, meine Liz-Arbeit in reiner Modell-Form zu verfassen.

Auch ein schönes, wenn auch nicht besonders schlankes Modell:

Beck, Klaus (2006): Computervermittelte Kommunikation im Internet. München, S. 30.

04 Juni 2008

03 Juni 2008

So mach ich's


Der Weg vom Plan zur Umsetzung ist manchmal aber auch so verdammt umständlich!

Und dann, wenn's nicht vorwärts geht, gibt's eine eingeschaltete Malstunde.

01 Juni 2008

Frisch gefragt #6

Für Männer:
17. Woher wissen Sie mehr über die intimen Beziehungen zwischen den Geschlechtern: aus dem Gespräch mit andern Männern oder aus dem Gespräch mit Frauen?
19. Können Sie sich eine Frauenwelt vorstellen?
21. Was bewundern Sie an Frauen?
25. Warum müssen wir die Frauen nicht verstehen?

Für Frauen:
17. Woher wissen Sie mehr über die intimen Beziehungen zwischen den Geschlechtern: aus dem Gespräch mit andern Frauen oder aus dem Gespräch mit Männern?
19. Können Sie sich eine Männerwelt vorstellen?
21. Was bewundern Sie an Männern?
25. Warum müssen wir die Männer nicht verstehen?

17 Mai 2008

Festival der Verleugnung

Diskussion im «Club» auf dem Ersten Schweizer Fernesehen zum Thema «1968 - eine Utopie wird 40».

Teilnehmend sind alles alte Kämpferinnen und Kämpfer der 68er Jahre, und schon zu Beginn der Sendung überkommt mich das flaue Gefühl, dass die Diskussion sich in eine selbst verherrlichende Bauchpinselei entwickeln wird und die kritischen Fragen ausgeblendet werden.

Ein Extrakt: Julia Onken, die 66-jährige Schweizer Psychologin und Psychotherapeutin, Gründerin und Leiterin des Frauenseminars Bodensee in Romanshorn und Buchautorin erklärt den Unterschied des «heiligen Drogenkonsums» zum (heutigen?) Drogenmissbrauch:

Haschisch gehörte damals dazu wie das Glas Wein heutzutage – es ist aber schon etwas anderes gewesen, das muss man sehen. Es war ein Festival der Wahrnehmung. Wir haben stundenlang über die Schönheit des Faltenwurfs eines Vorhangs diskutiert und Vorträge auf Holländisch gehalten, obwohl wir alle gar kein Holländisch konnten.

Ich sehe da wirklich tiefschürfendes Potential, mit dem sich die Welt verändern lässt. Schade haben die heutigen Jugendlichen keine Zeit mehr, über den Faltenwurf des Vorhangs zu diskutieren, die Welt sähe so viel schöner aus.

Eins muss man dieser akademischen Generation lassen: sie verpacken ihre Drogen- und Sexeskapaden ausserdordentlich geschickt in ideologisch hochstilisierte Weltveränderungsszenarien, wo noch mit «konstruktivem Widerstand alles im positiven Sinn zum Zusammenbruch gebracht worden ist». Da schaut man gerne drüber hinweg, dass sie heute dozieren, grosse überteuerte Altbauwohnungen in Zürich bewohnen und ihre Kinder auf private Gymnasien schicken.

15 Mai 2008

Traum(atische) Prüfung

Ich hatte gestern Nacht diesen Traum.

Es war Prüfungstag. Und ich war eine der ersten Kandidatinnen (sehr realistisch gehalten, man heisst ja Allemann). Nun handelte es sich nicht um irgendeine Prüfung sondern um eine mündliche Mathematikprüfung, was in meinen Grössenverhältnissen etwa soviel bedeutet wie Tsunamikatastrophehoch10000 (fürs «mündlich») und Weltuntergangjüngstesgerichthoch1000000 (für «Mathe»).

Ich setzte mich im grossen, müffelig-braunen Raum an das Tischchen, an dem auch die Prüfenden Platz nahmen (es waren eine Assistentin und ein Assistent der Uni, die sich gestern meine Präsentation der Liz-Arbeit anhörten). SIE fragte, ob es ok sei, die Prüfung in Französisch abzuhalten (Irgendwasschlimmeshoch10000) und ER, was ich denn später einmal werden möchte (…). Nach der Plauderei, die sich für mich schon ausserordentlich prüfend gestaltete (und rein gar nichts mit Mathe zu tun hatte) kündete ER die letzte und schwierigste Frage an (ich kann sie wortwörtlich wiedergeben):

«Hören Sie genau zu!
Da gibt es ein Dorf namens Chaugey. In diesem Dorf gibt es 15 Häuser. Es gibt dort natürlich in echt mehr Häuser, aber nehmen wir an, es gäbe dort jetzt nur 15 Häuser. In diesen 15 Häusern leben 21 Personen – es hat auch Singles drunter. In Chaugey hat es auch eine Bäckerei, und in dieser Bäckerei liegt ein Brot. Die Frage lautet: Wie schnell bewegt sich das Brot?»

Ich konnte IHM und IHR die Antwort ohne zu überlegen geben und beide in anerkennendes Staunen versetzen. Stolz und mit einem Zeugnis voller guter Noten kletterte ich aus dem muffigen Raum über die inzwischen hundertfach angereisten Prüflinge weg.

Die Antwort gibt's spädder, vielleicht kriegt sie ja jemand raus :-)

P.S: Gerade Chaugey gegooglet und gefunden. Das Dörfchen liegt im Osten von Frankreich und hat 18 EinwohnerInnen (das hat ER wohl noch alte Zahlen gekannt).

07 Mai 2008

Scherbengeschichten

Ich mache ja durchschnittlich >täglich etwas kaputt - mal ein Glas oder eine Tasse, Mal bricht hier ein Stück Teller ab und dort zerscherbelt irgendwas. Gestern habe ich meinen eigenen Rekord gebrochen: Ich hab ein Weinglas zerschmettert, das ich bereits an einem vorherigen Tag schon einmal kaputt gemacht habe. Es stand da neben all dem Altglas stramm bereit, um demnächst in den Glasrohstoffkreislauf zurückzukehren, ein Stuhl (offenbar von mir in Bewegung gesetzt) hat sich dann auf das arme, geschundene Glas gestürzt und es auf dem ganzen Küchenboden verteilt. Ich finde, ich mache Fortschritte!

05 Mai 2008

Loveride #3 - das Getier


Es werden folgen: «die Stars», «die HelferInnen» und «die BesucherInnen»

Loveride #2 - die BikerInnen

Loveride #1 - die Maschinen

Gestern fand der >16. Loveride statt. Wenn ihr nicht zu den 15’500 Besucherinnen und Besuchern zählt, die die rund 10’000 Motorräder bewundern oder reiten durften und sich dabei einen zünftigen Sonnenbrand einheimsten, schaut euch in den folgenden Posts einfach meinen Loveride an: selektiv-unvollständig, familiärgeprägt und nebensächlichkeitsbetont.


vier Goldwings

zwei Zurückgebliebene

ein stolzes Kerlchen

29 April 2008

Oje

Da hat man in nicht mehr ganz einem Monat so eine grosse Prüfung (ich finde 45 Minuten mündlich durchaus gross, zumal ich schriftlich die grössere Fresse habe als mündlich).

Jetzt ists aber auch so, dass man auf einmal den unerklärlich starken Drang verspürt, allerlei wichtige Dinge zu erledigen, die schon lange Brach gelegen haben.

Jetzt habe ich…

…ausgeschlafen.

…meinen Kleiderschrank entrümpelt (alles neu zusammengefaltet [in gleicher Breite stapelbar] und nach Farben sortiert [dunkelschwarz, schwarz, schwarz mit Farbe {z. B. dunkelrot oder braun}, dunkelgrau, grau mit Blauschimmer, rot, braun usw.}) sowie hoffnungsloseste Stücke ausgemustert (für den Estrich, was nie getragen wurde oder wird, aber nicht weggeworfen werden soll, für die Kleidersammlung und für den Ghüder [wir sprechen quantitativ von ungefähr zehn Kleidungsstücken weniger im beklagenswert überfüllten Schrank]).

…die Töpfe und Tröge auf dem Balkon von den sterblichen Überresten der letztjährigen Blümchen befreit (bei mir halten auch so genannt mehrjährige Pflänzlein grundsätzlich nur ein einziges Jahr [liegt aber bestimmt in erster Linie am Strassensmog]) und mit neuer Blumen- und Kräutersaat bestückt.

…das Meerschweinchenheim gescheuert.

…eine (klitzekleine) Runde gesekkelt.

…ungefähr sieben verschiedene Antiviren- und ähnliche Programme laufen lassen und sämtliche Festplatten defragmentiert.

…einen Knopf wieder angenäht.

…ein Textlein für den Phlog verfasst. Und dies ist jetzt fertig.

Oje.

Frisch gefragt #5

1. Wissen Sie in der Regel, was Sie hoffen?

4. Wenn eine private Hoffnung sich endlich erfüllt hat: wie lange finden Sie in der Regel, es sei eine richtige Hoffnung gewesen, d. h. dass deren Erfüllung so viel bedeutete, wie Sie jahrzentelang gemeint haben?

6. Wieviele Stunden im Tag oder wieviele Tage im Jahr genügt Ihnen die herabgesetzte Hoffnung: dass es wieder Frühling wird, dass die Kopfschmerzen verschwinden, dass etwas nie an den Tag kommt, dass Gäste aufbrechen usw.?

9. Können Sie ohne Hoffnung denken?

12. Genügen Ihnen die privaten Hoffnungen?
Frisch, Max: Fragebogen. Frankfurt a.M. 1992, S. 29f.

26 April 2008

Pretest

Hier klicken, durchklicken (am besten inkl. lesen und antworten) und sagen, wie lange das gedauert hat, ob alles deutschdeutlich ist, oder ob man sich ob all den vielen Klickerei'n in erster Linie an der Nase herumgeführt vorkommt.

Dank'euch :-D